F wie Flat Cap

FLIGHT JACKETS / FLIEGERJACKEN: Die Entstehung der Rockabilly / Hot Rod / Biker-Kultur hat ihre Wurzeln in den End-Vierzigern, als viele heimgekehrte Soldaten sich nicht mehr in das normale bürgerliche Leben einfügen wollten oder konnten. Sie suchten die Kameradschaft und das wilde Leben in Biker- und Rockergangs. Viele trugen ihre alten Fliegerjacken mit Stolz weiter und so wurden sie ein wichtiger Bestandteil des Rock&Roll Outfits. Am bekannntesten sind wohl die A-2 Flieger Jacke:
a2
Und die B-3 (Winterausführung):
b3Daneben gibt es noch viele andere Typen, aber das würde ein Buch füllen.
Originale aus dem 2. Weltkrieg sind durchaus noch zu haben, können je nach Zustand und Grösse aber bis zu einigen 1000 Euro kosten. Für jemanden, welcher eine “Every-Day”-Jacke haben wollen, empfehle ich die sehr guten Repros von Aero Leather Clothing, Eastman Leather Clothing und Buzz Rickson. Nicht ganz billig, aber dafür habt Ihr eine Jacke fürs Leben.

Achtung! Bei Ebay gibt es immer wieder schwarze Schafe, welche “originale” Jacken anbieten. 2 Tips dazu: weder die A-2 noch die B-3 haben seitliche Einschubtaschen, die A-2 hatte nie einen abknöpfbaren Fellkragen usw. Wollt Ihr Euch ein Original zulegen und braucht Rat, meldet Euch einfach.

FLAT CAP: Die Wurzeln des Flat Caps reichen bis in das 14. Jahrhundert zurück, bekannt als “Bonnet” für die adeligen oberen 10Tausend in England. Ende des 19. /Anfang des 20. Jahrhunderts war es dann die bevorzugte Kopfbedeckung der irischen & englischen unteren Zehntausend. Auswanderer machten die Mütze dann auch beim amerikanischen Proletariat bekannt und beliebt. In den 1950s brachten Gene Vincent & His Blue Caps  die Mütze zum Rock´n´Roll.  Das erste Revival erlebte das Flat Cap in den 1980ern dank Neo-Rockabilly & Psychchobilly (schaut Euch mal alte Batmobile-Fotos an) , das zweite in den letzten 3 Jahren (und das nicht nur bei Billies). Ein grosser Vorteil ist wohl, das man auch an einem “Bad Hair Day”, wo die Tolle auf den Teufel raus nicht sitzen will, gut ausschaut (und man spart Zeit & Pomade). Im Gegensatz zur viel grösseren  Schiebermütze liegt das Flat Cap eng am Kopf an, ist zumeist aus Wolle, Tweed oder Baumwolle, oder (die Sommervariante) aus Leinen oder Seide. Entweder klassisch kariert oder einfarbig. Bekannte Hersteller sind Stetson (USA) und Meyser (Deutschland), wer jedoch keine 40-80 Euro für ein Cap ausgeben will, wird auch bei Karstadt und Hager & Mager für 10-20 Euro fündig.

caps

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