ROCKABILLY: Der Ursprung liegt in den frühen 1950ern, als weisse Kids in den Südstaaten Country (Hillbilly) mit schwarzem Rhythm & Blues mischten. Die klassische Besetzung war Gesang, Akkustik-Gitarre, E-Gitarre und Kontrabass. Schlagzeug war im frühen Rockabilly eher selten anzutreffen (oder wurde nur für Plattenaufnahmen eingespielt). Den Rhythmus gab der Bass an, die Slaptechnik, bei der die Saiten fast perkussiv bearbeitet werden, wurde ein Markenzeichen des Rockabilly. Als erste Rockabilly-Single gilt “That´s Alright Mama” von Elvis Presley auf Sun Records in 1954. Sun Records gilt als DIE Talenteschmiede des Rockabilly, Inhaber Sam Phillips hatte die besten und wichtigsten Musiker unter Vertrag: Carl Perkins, Johnny Cash, Charlie Feathers, Sleepy La Beef, Charlie Feathers, Jerry Lee Lewis, Roy Orbison und und und…. Viele Musiker brachten jedoch nur ein oder zwei Singles auf einem der unzähligen kleinen Record Labels (wie Meteor, Starday, King, Hi Records, Starday) heraus. Der Rockabilly erlebte 1956 einen kurzen aber heftigen Boom um dann (fast) von der Bildfäche zu verschwinden. Elvis ging zur Armee, viele andere Musiker wandten sich entweder dem Country oder dem Bubblegum-Pop zu und nach der Invasion des British Beat interessierte sich kein Mensch mehr dafür …… BIS Anfang der 1970er einige Leute auf musikalische Schatzsuche gingen und die längst vergessenen Singles auf Samplern wiederveröffentlichten (Charly Records, White Label). 1976 passierte dann das unglaubliche: eine 1958 aufgenommene Rockabilly-Nummer stieg Europa-weit in die Charts ein (UK Nr.3 und in den Niederlande Nr. 1!):
Das dürfte wohl die Initial-Zündung für die Neo-Rockabilly-Welle mit Bands wie den The Stray Cats, Polecats, Blue Cats, Restless sein. Im Gegensatz zum zeitgleichen Psychobilly orientierte man sich sehr stark in Musik und Outfit an den Originalen.
R wie Rockabilly
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