BRIT-BIKES: Sammelbegriff für Britische Motorräder, welche in den 1950s und 1960s das beste auf 2 Rädern war, was man für sein Geld bekommen konnte. Händler wie Hap Jones aus San Francisco oder Johnsons Motorcycles importierten die Maschinen nach Amerika, wo sie Ende der 1940er zum Verkaufshit wurden. Im Gegensatz zu den amerikanischen Marken (Harley Davidson, Indian) waren sie extrem schnell (trotz weniger Kubikzahl), leicht zu händeln und weniger störanfällig. Allerdings auch teurer. (Kleine Anekdote am Rand: Hells Angels-Gründer Sonny Barger begründete die Vorliebe seines Clubs für die schweren Harleys ganz einfach: “…. hätten wir die Kohle gehabt, wären wir natürlich Triumph, BSA oder Norton gefahren, die Harleys aus den WW2-Armeebeständen waren einfach viel billiger…”). Das Marlon Brando in “The Wild One” eine Triumph Thunderbird fuhr, gab dem Brit-Bike-Hype einen weiteren Schub. Anfang der 1960er kam jedoch die Konkurenz aus Japan: die kleinen und vor allem billigen Bikes von Honda und Yamaha gruben den Engländern das Wasser ab. Viele britische Marken gingen pleite, einige wenige überlebten.
Wichtige Marken:
Triumph, BSA, Norton, Royal Enfield, AJS, Matchless, Sunbeam

Bild: frühe 1950er AJS Langhuber
